INTERNATIONALER TAG DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG | 03.12.2025
Medizinische Awareness
Für mich ist dieser Tag persönlich.
Ich habe selbst eine Tochter mit Behinderung – und deshalb weiß ich:
Medizin bedeutet nicht nur Diagnosen und Prozesse. Sie bedeutet Menschen, Familien und Schicksale.
In meiner Arbeit berate ich junge Mediziner*innen — und genau hier helfe ich, den Fokus zu schärfen:
Es geht nicht nur um Zahlen, KPIs oder Karrierewege.
Es geht darum, wie wir mit Menschen umgehen, die uns ihr Vertrauen schenken: gerade, wenn sie verletzlich sind.
Wichtige Fragen, die wir uns stellen sollten:
- Wie begegnen wir Patient*innen auf Augenhöhe?
- Wo hören wir zu – statt nur zu erklären?
- Wie schaffen wir echte Teilhabe – nicht nur Barrierefreiheit auf dem Papier?
Barrieren sind oft nicht körperlich, sondern kommunikativ, sozial, strukturell.
Wir können sie abbauen. Jeden Tag.
Und an alle Betroffenen und Angehörigen:
Ihr seid nicht alleine. Ihr schafft das.
⁃ Fabian Engelhardt | Geschäftsführer Jungmediziner.de


Wie Barrierefrei ist unser Gesundheitssystem wirklich?
👉 3 medizinische Fakten:
- Rund 16 % der Bevölkerung leben mit einer Behinderung – sie sind damit eine der größten Patient:innengruppen im Gesundheitswesen.
- Menschen mit Behinderung erleben häufig schlechtere Gesundheitsoutcomes, u. a. durch Kommunikationsbarrieren, strukturelle Hürden und fehlende Inklusion.
- Studien zeigen: Schon kleine Veränderungen (klare Sprache, visuelle Orientierungshilfen, barrierefreie Zugänge, angepasste Terminplanung) verbessern die Versorgung maßgeblich.
💡 REMINDER FÜR EUCH JUNGMEDIZINER:
Barrierefreiheit ist kein „Extra“
– sie ist Teil einer qualitativ hochwertigen, menschlichen Medizin.
Achte im klinischen Alltag bewusst darauf, Barrieren zu erkennen und aktiv nachzufragen, welche Unterstützung deine Patient:innen wirklich brauchen – echte Inklusion beginnt im Gespräch.


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