22.05.2018

Erfahrungsbericht: Famulatur am Union Hospital in Wuhan, China im Februar/März 2018

Wuhan - eine Stadt in China, deren Name vielen und anfangs auch mir kein Begriff ist bzw. war. Dabei lernte ich diese Stadt während meiner Famulatur kennen und lieben, entdeckte sowohl das Leben des alten Chinas als auch das des neuen hochmodernen Chinas mit Wolkenkratzern und Business Center in den Stadtvierteln, Plätzen der Hektik und Plätzen, die einfach nur zum Verweilen einladen.


Die chinesische Kultur auf Ausflügen am Wochenende zu erkunden, war für mich selbst genauso spannend wie meine Famulatur am Union Hospital in Wuhan.   


Reise nach China

 

Obwohl ich keine chinesischen Sprachkenntnisse mitbrachte, faszinierte mich die Möglichkeit eine Famulatur in China zu absolvieren, um Einblicke in die chinesische Kultur, deren medizinisches Versorgungssystem und vor allem in die ursprüngliche Traditionelle Chinesische Medizin wie Akupunktur, Moxibustion und Schröpfen zu erhalten. So bekam ich durch eine Kooperation der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg mit dem Tongji Medical College der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan, angebunden an das Union Hospital Wuhan, im März die Chance eine Famulatur am Union Hospital Wuhan in der Abteilung der Dermatologie und der Traditionellen Chinesischen Medizin absolvieren zu dürfen.


Die Bewerbungsphase für den jährlichen Austausch zwischen Würzburg und Wuhan begann bereits 1 Jahr vorher und nach erfolgreicher Bewerbung wurde der Kontakt zu Frau Yaling Cai, Koordinatorin und Ansprechpartnerin auf chinesischer Seite, hergestellt. Frau Cai, welche ich als überaus motivierte und kompetente Organisatorin kennen lernte, half bei Fragestellungen und Problemen per Mailkontakt sofort weiter.

 

Dennoch gab es noch Einiges selbst zu organisieren:
das Visum sollte zwei bis drei Monate vor der Reise beantragt werden, Flüge müssen gebucht und eine Unterkunft in Wuhan gefunden werden.
Für das Studentenvisum X2 werden allerlei Unterlagen gebraucht- Antrag, Reisepass, Einladung der Universität in China. Damit es für nachfolgende Generationen jedoch keine Probleme mehr macht, würde ich empfehlen neben der Einladung der Universität eine Einladung des Krankenhauses mit genauen Tätigkeitsfeldern und Arbeitszeiträume sowie eine Bestätigung der Heimatuniversität über persönliche Eignung und Studium beizulegen und das Visum letztendlich über eine Visaagentur in Deutschland laufen zu lassen. Dies erspart viel Zeit und Ärger.
Über die Koordinatorin Frau Cai wurde mir das Ibis Hotel Hankou in Wuhan empfohlen, welches zum einen nahe des Krankenhauses liegt, zum anderen viele Austauschstudenten des Krankenhauses beherbergt. Eine weitere Möglichkeit wäre noch eine Unterbringung im Internationalen Haus am Tongji Medical College- auch in Nähe des Krankenhauses- jedoch war dies während meines Zeitraumes schon voll belegt. Nach Ankunft im Hotel wurden weitere Austauschstudenten aus Deutschland und ich am nächsten Tag herzlich von Frau Cai und von für uns organisierten Buddies-Medizinstudenten aus Wuhan- begrüßt. Unsere Buddies halfen uns bei der anfänglichen Orientierung auf dem Klinikgelände, der Fortbewegung in Wuhan und organisierten abendliche Ausflüge, unter anderem ein sehr leckeres Abendessen in einem traditionellen chinesischen Restaurant. Auch ehemalige und noch nachfolgende chinesische Austauschstudenten der Kooperation Wuhan-Würzburg trafen sich mit uns. Ich fühlte mich hier wirklich mit großer Gastfreundschaft empfangen.

 


Spannende und erfahrungsreiche Wochen im Union Hospital Wuhan

Das Union Hospital Wuhan begeistert allein schon durch seine enorme Größe. Mit über 45 klinischen Abteilungen und über 5000 Betten zeigt sich das Krankenhaus als Hochhauskomplex mit großem Gelände und mehreren kleinen Häusern daneben. Das größte Gebäude bildet die Abteilung der Chirurgie mit etwa 33 Stockwerken und mehrstöckigem Operationsbereich. Rolltreppen nebst Aufzügen verbinden die einzelnen Etagen miteinander und eine eigene U-Bahnhaltestelle führt vom Untergeschoss mit hauseigenem Starbucks-CoffeeShop in die erste Aufnahmestelle. Dort- einem Flughafen Terminal fast gleichkommend- müssen sich die Patienten erst einmal anmelden, um in die jeweiligen Abteilungen weitergeleitet zu werden. Diese Fülle an Menschen, die Hektik, das Alltagsleben hier zu erleben, ließ mich schon staunen.

 

Ich verbrachte die ersten Wochen in der Abteilung der Dermatologie. Anfangs ging ich auf Station, was insofern interessant war, dass man hier eine völlig andere Denkweise in der Pflege und dem Umgang mit den Patienten erleben konnte. Die Patientenzimmer waren meistens voll belegt mit 6 Patienten und auf dem Flur gab es Gemeinschaftsbäder/-toiletten, welche sich die Zimmer teilen mussten. Die Krankenschwestern übernahmen hauptsächlich klinische Aufgaben wie Infusionen oder Nadeln legen, Medikamente verabreichen, den Ablauf koordinieren, während die Pflege und Versorgung der Patienten mit mitgebrachten Lebensmitteln über den gesamten Tag von deren Verwandten übernommen wurde. Dementsprechend hektisch und voll war es besonders am Morgen. Da ich einen Einblick erhalten hatte, wechselte ich in die Ambulanz der Dermatologie und wurde herzlichst willkommen geheißen von den dortigen Ärzten. Ich schloss mich einer Gruppe von Internationalen Studenten (viele afrikanische und arabische Studenten mit hervorragenden Chinesisch und Englischkenntnissen) um einen englischsprachigen chinesischen Arzt an, der diese in der Ambulanz unterrichtete. In den nächsten zwei Wochen fing mein Arbeitstag um 8.30 Uhr an und dauerte bis 17.00 Uhr mit einer zweistündigen Mittagspause dazwischen. So bekam ich zum einen aufgrund der großen Patientenanzahl pro Tag zum anderen aufgrund des guten Unterrichtes und der Erklärungen des Dermatologen eine Vielzahl an häufig auftretenden als auch seltenen dermatologischen Krankheitsbildern zu sehen und zu tasten. Eine afrikanische internationale Studentin nahm sich zudem meiner an und dolmetschte mir während der gesamten Zeit noch Therapiemöglichkeiten und Medikamentengabe, welche ich sonst sprachlich so genau nicht mitbekommen hätte. In der Abteilung der Lasertherapie, zugehörig zur Dermatologie, sah ich noch Behandlungen von Hämangiomen sowie kosmetische Behandlungen, die wohl im Gegensatz zu Deutschland nicht die Aufgabe der Kosmetiker, sondern der chinesischen Ärzte/Kliniken sind.

 

Zwischenzeitlich wechselte ich in den Operationssaal, welchen ich unbedingt sehen wollte. Da ich hier keinen festen Ansprechpartner hatte, gestaltete sich die Unterhaltung schwierig. Dennoch war man stets neugierig auf die deutschen Studenten und ließ mich gerne zuschauen. Um wirklich an dem OP-Tisch mitarbeiten zu können, hätte ich länger in diesem Bereich bleiben müssen, um allerdings die Atmosphäre und die Arbeitsweise zu erleben, reichte mir der kurze Ausflug aus. Und als hier der futuristische OP-Roboter im Flur an mir vorbeifuhr und mich fragend zurückließ, lohnte sich der Besuch im Operationsbereich allemal.


Den restlichen Abschnitt meiner Famulatur verbrachte ich in der Abteilung der Traditionellen Chinesischen Medizin. Obwohl es auch hier Station und Ambulanz gab, differenzierten sich diese Abteilungen doch deutlich voneinander. Auf Station folgte ich der Visite. Ich sah vor allem viele ältere Patienten, die - an die Traditionelle Chinesische Medizin glaubend- Kräuterextrakte und pflanzliche Mittel entsprechend ihrer Krankheit und in Einklang mit mit der traditionellen chinesischen Lehre zu sich nahmen. Die Station selbst glich den anderen Klinikstationen in Wuhan, der Unterschied jedoch lag in den Grunderkrankungen der Patienten. Ob internistische, chirurgische, onkologische oder dermatologische Patienten- Patienten aller Fachbereiche suchten eine zusätzliche Unterstützung und Hilfe in der TCM. Dabei wurde immer wiederholt, dass die Stationsarbeit und die Arbeit mit chinesischen Kräutern den Körper und das Immunsystem als zusätzliche Hilfe unterstütze, die grundsächliche Behandlung der Erkrankung jedoch nicht ersetzen könne.

In der Ambulanz traf ich dann auf Akupunktur, Schröpfen, Moxibustion und Massagetechniken. Während also auf Station hauptsächlich mit chinesischen Kräutern, Salben und Infusionen gearbeitet wurde, fand ich dies in der Ambulanz lediglich im Moxakraut/Beifußkraut bei der Moxibustion wieder. Im Selbstversuch durfe ich die einzelnen Methoden kennen lernen und mir wurden Punkte und Behandlungsansätze zur Akupunktur und Entlastung der Muskulatur gezeigt. Dass die chinesischen Ärzte hierbei mit einer völlig überzeugteren Denk- und Handlungsweise an die Behandlungen rangehen, faszinierte mich sehr. Zudem fand ich die Erklärungen zur Traditionellen Chinesischen Medizin und deren praktische Anwendung aus erster Hand zu erfahren wirklich spannend. Die Beliebtheit dieser Behandlungen sah man deutlich an der großen Patientenzahl in der Ambulanz- egal ob jung oder alt.


Damit gingen wirklich unglaubliche, erfahrungsreiche und aufregende Famulaturwochen im Union Hospital in Wuhan zu Ende. Uns - den Austauschstudenten aus Deutschland- zu Ehren wurde noch ein Abschlussabend mit feierlicher Zeugnisübergabe veranstaltet. Letztendlich hatte ich während meiner gesamten Famulaturzeit das Gefühl willkommen zu sein und die chinesischen Ärzte wie einige Internationale Studenten waren sehr bemüht um mich. Natürlich musste ich am Anfang auch erst zusehen, den richtigen Ansprechpartner und Arzt, mit dem ich auf Englisch kommunizieren konnte, zu finden- sprachliche Barrieren blieben vorher eben doch bestehen- aber ist dieser Schritt erst getan und zeigt man sich interessiert sowie engagiert, kann eine Famulatur in Wuhan unheimlich viel Freude und Erfahrung mit sich bringen.


Entdeckungsreise durch China

Neben der Arbeit im Krankenhaus blieb unter der Woche und am Wochenende noch genug Zeit Wuhan sowie manche Regionen Chinas zu entdecken und zu bereisen. An den Wochenenden nutzte ich oft die Schnellzüge, die mit bis zu 300 km/h durch China sausen und einen an andere Orte mit unglaublichen Landschaften bringen: ich besichtigte den Drei-Schluchten-Staudamm nahe Yichang, bestaunte die Landschaft der Karstberge nahe Guilin, bestieg den Mt. Huangshan auch bekannt als "Yellow Mountains" im Huang Shan Nationalpark und sah den Pandas der Research Base of Giant Panda Breeding in Chengdu beim Herumtollen zu. Diese Ausflüge zeigten mir so viele verschiedene Facetten Chinas. Allein die Landschaft der Karstberge entlang des Li-Flusses und das Panorama des Huangshan Gebirges waren ein unvergesslicher Anblick.

Wuhan selbst bot auch eine Menge an Sehenswürdigkeiten und schönen Plätzen. Die Hauptattraktion in Wuhan ist die Kranichpagode (Huanghe-Lou) mit schönem Ausblick auf Wuchang und angrenzendem Park, in dem man gut einen Nachmittag bei schönem Wetter verbringen kann. Vor der Pagode gelegen schließt sich der Essensmarkt Hubu Alley an, der vielerlei ausgefallene Speisen bietet - von gedünstetem Bambus über Fisch- und Nudelgerichte bis hin zu fermentierten Tofu. Ich hatte unheimlich viel Spaß mich durch die vielen chinesischen Köstlichkeiten zu probieren - zugegeben der fermentierte Tofu schmeckte dann doch etwas eigenwillig. Überall in der Stadt gab es zudem kleine Essensläden oder Straßenstände mit Nudelgerichten, leckeren Teig- und Hefetaschen (Baozi, Mantou) und vielem mehr, was sich bestens für das Mittag- oder Abendessen eignete. Insbesondere nahe des Tongji Medical College auf dem Weg zur U-Bahn in einer kleinen Seitengasse gab es viele dieser Straßenstände. Wer Lust auf einen Einkaufsbummel hat, sollte die Einkaufsstraße Jianghan besuchen, am besten Abends, um auf den dortigen Nachtmarkt anschließend weiter nach Mitbringseln suchen zu können. Und fehlt einem doch mal der westliche Stil, lässt es sich gut im gegenüber dem Krankenhaus gelegenen Wuhan International Plaza mit integrierter Eisbahn bei einem sonst selten gefundenen Kaffee ausruhen. Neben all der Hektik auf den Straßen fand ich auch viele Einheimische, die ihre Ruhe in den Parks suchten, Tai Chi oder Sport machten, Sangen, sich zum Mahjong spielen trafen oder zusammen tanzten. Ich fand den täglichen Morgenpaartanz der Einheimischen im Zhongshan Park neben dem Union Hospital immer eine angenehme Begrüßung vor dem Klinikbeginn.

 

Da ich zur Zeit der Pflaumen- und Kirschblüte in Wuhan weilte, sah ich die Gärten in voller Pracht. Insbesondere der Pflaumengarten/Botanische Garten am East Lake (Donghu) von Wuhan war ein schöner farbenfroher Anblick. Ich nahm mir hier ein Leihfahrrad und umfuhr den East Lake der Donghue Road/Passageway folgend und einer eingeschobenen Besichtigungstour der direkt neben dem East Lake gelegen Universität von Wuhan. Sehr empfehlenswert sind auch die Tempelanlagen in Wuhan, um einen Einblick in die religiöse Atmossphäre Chinas zu bekommen. Da ein Großteil der chinesischen Bevölkerung dem Atheismus zugehörig ist, sind nur die Tempel allein Treff- und Sammelpunkt der jeweiligen Religionen, von denen hauptsächlich der Buddhismus, der Taoismus, der Islam und das Christentum vertreten sind. In Wuhan habe ich mir zwei von den dort ansässigen buddhistischen Tempel angesehen: den sehr großen Guiyuan Tempel (Guiyuan-Si) und den Baotong Tempel. Vor allem der an einem kleinen Berg gebaute Baotong-Tempel hat mir mit seinen leuchtend gelb-blauen Farbtönen, den überall flatternden roten Wunschbändern und seinen Steinskulpturen wirklich gut gefallen. Beidseits des Yangtze-Flusses an der Uferpromenade bietet sich außerdem ein hervorragender Blick auf die Skyline Wuhans, vor allem Nachts, denn da strahlt diese hell leuchtend in verschiedenen Farben auf - ein sehr schöner Anblick.

Hilfreiche Tipps


Ich empfehle jeden, der längere Zeit in China unterwegs ist, sich eine Simkarte mit mobilem Datenvolumen zuzulegen. Zum einen erleichtert es die Orientierung in den Städten mithilfe von GoogleMaps sehr, zum anderen ist es für die Nutzung mancher Apps unterwegs unerlässlich. Zu bekommen sind diese Simkarten bereits am Flughafen oder in Handyläden in den Städten, wobei die Kommunikation und der Verkauf ohne Chinesischkenntnisse am Flughafen deutlich leichter fällt. Zudem funktionieren viele Internetseiten in China nicht, deswegen vor der Reise auch einen VPN-Client installieren und einrichten, um bspw. auf Google in China zugreifen zu können. Als Student hatte ich über den VPN-Client der Heimatuniversität keine Probleme.

 

Sich in China fortzubewegen, ist meistens übersichtlich und gut. Nur die kleineren ländlichen Regionen Chinas sind noch schwer zu erreichen. Für die Wochenendausflüge nutze ich das Zugsystem Chinas, welches sehr gut vernetzt die größeren Städte mit Regionalzügen, Schnellzügen und auch Nachtzügen verbindet. In Wuhan selbt gibt es drei Bahnhöfe: Bahnhof Hankou, Bahnhof Wuchang und den größten Bahnhof Wuhan. Von Hankou und Wuchang fahren die Regionalzüge ab, während vom Bahnhof Wuhan meistens die Schnellzüge in allen Richtungen entfahren. Gebucht habe ich diese Züge mit der App CTRIP, welche über VisaCard bezahlt und das Ticket anschließend vor Abfahrt am Schalter des jeweiligen Bahnhofs abgeholt wird. Da sehr viele Chinesen an den Wochenenden mit den Zügen unterwegs sind, habe ich meistens mein Ticket eine Woche vorher gebucht, um nicht auf die restlichen Stehplätze zurückgreifen zu müssen. In den Städten nutzte ich das vielfältige Angebot an U-Bahn, Taxi, Bus, Fahrrad und war doch meistens zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, um die Straßen und Stadtviertel Wuhans und meiner Ausflugsziele zu erleben. Mit der U-Bahn kommt man ziemlich schnell und weit voran, die U-Bahnhaltestellen durchziehen die Städte in ihrer Gesamtheit und aufgrund englischen und chinesischen Angaben sowie unterschiedlichen Farbsystemen kann man sich leicht orientieren. Taxifahren in China ist äußerst günstig, vor allem zu längeren Zielen wie Flughäfen oder Bahnhöfen, wenn in aller Frühe zu erreichen. Am liebsten nutzte ich die Leihfahrräder, die überall in den Städten zu finden sind und auch überall nach der Fahrt wieder abgestellt werden können. Je nach Stadt variieren jedoch die Fahrradmarken und damit auch die benötigten Apps. In Wuhan ist OFO und MOBIKE stark vertreten, mit einem Guthaben in der App lässt sich das Fahrrad entsperren und so lange nutzen wie man will. In Wuhan war dies auch für mich die beste Möglichkeit täglich den Weg ins Klinikum zurückzulegen, verbunden mit einigen Adrenalinkicks dem hohen Verkehrsaufkommen aus Autos, Mopeds, Transportkarren und Fußgängern zuzuordnen.

Auf Wiedersehen China


In all diesen Wochen durfte ich eine ereignisreiche Reise durch die chinesische Medizin sowie die chinesische Kultur erleben. Schlussendlich kann ich sagen, dass es eine unglaublich tolle Zeit und faszinierende Erfahrung für mich war. Nach Abschluss meiner Famulatur hatte ich noch eine Woche Zeit in China herumzureisen. Ich besuchte Peking, Xian und Shanghai- Städte mit modernerem Flair, die ich als noch hektischer und voller wahrnahm als die Städte zuvor, jedoch mit vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Dem viel gehörten Spruch, eine Reise nach China sei eine Reise in eine andere Welt, kann ich als Deutsche nur zustimmen. Die für mich unverständliche Schrift und Sprache, das sofortige Auffallen als einer der wenigen Ausländer in der Bevölkerungsmenge und die unterschiedliche kulturelle Atmosphäre machten das Ganze aufregend. Alleine zu reisen fand ich in China kein Problem, ich fühlte mich sehr sicher und trotz Sprachschwierigkeiten zeigte sich mir der Großteil der Einheimischen immer hilfsbereit und freundlich- und irgendwie klappte die Kommunikation mit Einsatz von Händen und Füßen dann doch. Man sollte auf jeden Fall neugierig auf China sein und sich auch trauen, Neues sowie Unbekanntes auszuprobieren. Ich war am Ende meiner Reise ziemlich geschafft von den vielen neuen Eindrücken und der Lebensweise, aber es ist mir ein sehr tolles beeindruckendes Bild von und eine einzigartige Erinnerung an China zurückgeblieben, sodass ich gerne wieder nach China zurückreise.


Da die Kooperation zwischen Würzburg und Wuhan im Rahmen des medizinischen Austauschprogrammes zwar den Kontakt zum Union Hospital Wuhan herstellt, jedoch keine finanzielle Unterstützung bietet, möchte ich mich ganz herzlich bei den Mitgliedern des Stipendiatenbeirates, bei Herrn Dr. Karle von Medizinernachwuchs.de und jungmediziner.de - Eine Marke der BAZ für Ihre Unterstützung bedanken, mit der Sie mir erst diese erlebnisreiche Reise nach China und damit auch meine Famulatur am Union Hospital Wuhan mit möglich gemacht haben.


Vielen herzlichen Dank!

 

Svenja Frister

Medizinstudierende an der Universität in Würzburg und jungmediziner.de Stipendiatin

 

 


 


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