30.11.2017

Erfahrungsbericht: Eine Woche mit den Urologen

Das Blockpraktikum füllt das finale Semester unseres Medizinstudiums aus. Innerhalb dieses Praktikums rotieren die Studenten für jeweils zwei Wochen durch verschiedene Abteilungen der Uniklinik. Fester Bestandteil sind dabei die Pädiatrie, Innere Medizin, Chirurgie Gynäkologie, Allgemeinmedizin und zwei Wochen Wahlblock.


Ich habe eine Woche Mund-Gesichts Kiefer Chirurgie und eine Woche Urologie gewählt und habe damit definitiv einen Volltreffer gelandet.

 

Ich war bis jetzt ohnehin schon begeistert vom Blockpraktikum, da ich finde, dass man unfassbar viel lernen kann. Doch die zwei Wochen waren für mich herausragend, da wir jedes Mal in ein sehr nettes Team integriert wurden. So konnte man viel besser an den Geschehnissen teilnehmen und hat deutlich mehr praktische Dinge lernen können.

 

Anders als in den Famulaturen, fühlen sich die Ärzte bei diesem Praktikum in der Pflicht einen Lehrauftrag zu erfüllen. So wurden wir nicht wie üblich zum Blutabnehmen oder Verbandswechsel eingeteilt, sondern konnten den Ärzten den ganzen Tag lang folgen und viele Fragen stellen.

 

Meinen ersten Tag auf der Urologie habe ich in Zimmer 2 der Poliklinik verbracht. Dies war das spannendste Zimmer, denn in diesem Zimmer stellen sich immer die Notfälle vor. Das coole an dem Zimmer ist, dass ich mitverfolgen konnte wie eine vollständige Patientenversorgung abläuft. Das heißt von Anamnese, zu Diagnostik bis hin zur Therapie. Dies hat mein Verständnis der wichtigsten Urologischen Krankheitsbilder vertieft, und wird mir sicherlich helfen später selbstständiger mit solchen Situationen umzugehen. Das Tolle war, dass nach ein paar Mal zuschauen, der Arzt mich gebeten hat die ersten zwei Schritte zu übernehmen. Er hat in der Zeit schon angefangen die Daten in den Computer einzugeben und hat nur zur Kontrolle oder wenn ich was vergessen habe dazwischengefunkt. Diese Art des Unterrichtes bringt einen dazu auch selber nachzudenken und so macht das ganze gleich viel mehr Spaß.

 

An meinem zweiten und dritten Tag war ich fast ausschließlich im Op. Besonders beeindruckend war für mich die Operation mit dem Da-Vinci „Operateur“. Das da Vinci Operationssystem ist ein Roboter-assistiertes Chirurgiesystem mit dem minimal- invasive Operationen durchgeführt werden können. In der Urologie wird es vor allem für die radikale Prostatektomie genutzt. Das Besondere an dem Roboter ist, dass der Operateur nicht direkt am Patienten steht, sondern an einer weiter entfernten Konsole sitzt, mit der er den vierarmigen Roboter steuert. Ein weiteres Highlight in dem Uro-OP war für mich eine Nierenteilresektion. Diese wurde offen chirurgisch durchgeführt. Das heißt es wird ein relativ großer Schnitt gemacht und mit Haken wird das umliegende Gewebe zur Seite gehalten. Im Gegensatz zu einem minimal-invasiven Eingriff schaut man direkt auf das Operationsgebiet anstatt auf einen Bildschirm. Es ist am Anfang immer ein ganz besonderer Moment die Organe in einem lebenden Menschen zu sehen, als wie früher nur in Büchern oder im Anatomiekurs. Sehr aufregend!

 

An meinen letzten zwei Tagen bin ich durch alle anderen Bereiche der Urologie rotiert. Super wichtig, sodass man endlich lernt, was sich hinter all den gelernten Begriffen verbirgt. Zudem war für mich die Morgens- und Nachmittagsbesprechung der Urologen sehr interessant. Sie war sehr ausführlich, wie auf kaum einer anderen Station auf der ich bisher war. Dies machte mir den Eindruck, dass die Patientenversorgung gut abgestimmt ist. Zudem lernen alle besser, wenn die Fälle nochmals richtig durchgesprochen werden.

 

Insgesamt eine super Woche. Kann ich jedem empfehlen.   

 

Bis bald, eure Alina

Medizinstudierende an der Universtität in Würzburg und jungmediziner.de Campus-Captain

 

 


 


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