19.11.2018

Erfahrungsbericht: Der Kampf gegen den Prüfungsstress

Einige Wochen seit Unistart sind jetzt wieder rum und die Zeitspanne bis zum Physikum wird langsam kleiner und kleiner. Die ganz Fleißigen der Viert-Semestler lernen bereits parallel zu unseren aktuellen Kursen Neuroanatomie, Physiologie und einigen Integrierten Seminaren für die anstehenden Prüfungen im Februar und März. Einige haben sogar in den Semesterferien schon Verschiedenes aufgearbeitet.


Ich persönlich bin überhaupt noch damit beschäftigt, den aktuellen Semesterstoff in mich reinzuschaufeln - so gut ich eben kann. Gegen Ende November - so der Plan - möchte auch ich dann aber anfangen, die Stoffgebiete der letzten 1,5 Jahre nachzuholen. Ich betone: „so der Plan“ - wie die tatsächliche Umsetzung aussieht, davon kann ich euch ja dann in ein paar Wochen berichten. ;) 

Der Stress kommt allgemein also nicht zu kurz.
Aber was tun, gegen all die Pflichten, die Lernerei, die man sich aufbürgt und aufbürgen muss, um am Ende zu bestehen. Was tun gegen den Frust, wenn man ungewollt wieder 80% vom am Vortag Gelernten in gedanklichen Schreddern vernichtet hat?

Den allgemeinen Uni- und Prüfungstress bewältigt ein jeder ganz unterschiedlich. Wenn ich an das Wort „Stress“ denke, fällt mir mittlerweile immer prompt mein Referat zum gleichnamigen Thema ein, das ich im Psychologie-Kurs im 2. Semester halten musste. Ein gar nicht so uninteressantes Thema und da man ja für Referate meist mehr Zeit investieren muss - man möchte sich ja nicht blamieren - erinnere ich mich noch gut daran. 

So kann man ein Ziel von Stressmanagement als Anstrebung eines gesunden Umgangs mit von außen gesetzten und selbst gestellten Anforderungen beschreiben. Eine Möglichkeit der Bewältigung von Stress ist dabei, sich in der Freizeit mit Dingen zu beschäftigen, die genau die gegenteilige Beanspruchung darstellen, als es der Beruf oder das Studium tut. Wer also viel am Schreibtisch sitzt und mental gefordert wird, sollte sich zur Entspannung auch mal - statt aufs Sofa zu entfliehen - körperlich auslasten, wobei der Kopf mal abschalten kann. Für mich beispielsweise steht hier ganz klar der Laufsport im Vordergrund. 

Diesen Ausgleich zu suchen klingt plausibel und ist für viele eigentlich auch total logisch, aber ich kenne es nur zu gut, dass man nach einem langen Lerntag nicht mehr die Lust hat, sich physisch auszupowern. Das ist aber der Knackpunkt an der Sache - so finde ich. Denn auf lange Sicht kann diese fehlende körperliche Beanspruchung zu deutlich größerem Stressempfinden führen als mit. Und sind wir mal alle ehrlich. Sobald man dabei ist, sich auszulasten, macht die sportliche Aktivität doch auch richtig Spaß und danach fühlt man sich auch gleich besser. 

Zumindest geht es mir so. Meine größte Hürde besteht darin, überhaupt die Laufsachen und - schuhe anzuziehen. Aber sobald ich draußen stehe und mit gefundenem GPS Signal loslaufe, geht es und ich habe plötzlich richtig Lust. Seitdem ich das weiß, habe ich kein Problem mehr damit, mich zur physischen Belastung zu überwinden. Und umdrehen kann man im Ernstfall immer. Denn es gibt Tage, an denen geht einfach nichts. Aber die sollte man dann auch als solche akzeptieren. 

Ich kann euch also nur empfehlen, parallel zu einem vor allem mental fordernden Studium den körperlichen Ausgleich zu suchen. Mit Freunden, alleine, einmal die Woche oder mehrmals. Es lohnt sich und mindert den psychischen Stress - definitiv auf lange Sicht. 

Man sagt ja nicht umsonst, man fühlt sich „ausgeglichen“. ;) 

Einen möglichst stressfreien November wünscht euch

Eure Mareike

Medizinstudierende an der Universität in Würzburg und jungmediziner.de Campus-Captain 


 


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