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06.06.2017

„Where the world comes to get back in the game“


 

Vor zwei Monaten bin ich nach New York gereist um meine Doktorarbeit am Hospital for Special Surgery (HSS) zu starten. Mein Thema: Return to Sports after Hip Resurfacing. Der Grund, weshalb diese Studie nicht am König Ludwig Haus in Würzburg durchgeführt werden konnte, liegt in der Tatsache, dass man den Hüft Oberflächenersatz in Deutschland nicht mehr macht.

 

Das HSS ist im Bereich Endoprothetik eines der führenden Krankenhäuser der Welt. Es ist ein Privatkrankenhaus und gehört zur IVY League Weill Cornell Medical School. Nicht umsonst lautet der Slogan des HSS „Where the world comes to get back in the game”, denn dies ist nicht nur ein Ort, wo Patienten aus aller Welt hinreisen, um sich behandeln zu lassen, zudem ist das HSS auch ein Ort, wo Ärzte aus aller Welt zusammentreffen.

 

Da es für nicht US-Ärzte ein relativ schwieriges Prozedere ist in den USA klinisch zu arbeiten, kommen die meisten ausländischen Ärzte zum Forschen hierher. Forschung stellt hier im Vergleich zu meinen Erfahrungen in Deutschland einen weitaus größeren Teil der Ausbildung und des Arbeitsalltags dar. So arbeitet eigentlich jeder Assistentsarzt an einem Projekt und Studenten bemühen sich schon ab dem ersten Jahr Teil einer Forschungsgruppe zu werden. Dies hängt vor allem mit der hohen Konkurrenz am HSS und dem hierdurch erhöhten Druck zusammen. Ein Beispiel: die Assistenzärzte werden hier jeden Morgen in den verschiedenen Vorlesungen zu ihrer Vorbereitung abgefragt. Ein weiterer sehr motivierender Faktor war für mich die „Visiting Professor Lecture Series“. Zu diesen Vorlesungen werden internationale und nationale Gast Professoren eingeladen, die führende Positionen in ihrem Feld repräsentieren. Aus Deutschland war im April Herr Prof. Dr. Thorsten Gehrke, Direktor der Helios Endo Klinik Hamburg, zu Besuch. Hervorheben möchte ich zudem noch den Vortrag von L. Scott Levin, Professor für Orthopädie und Plastische Chirurgie an der University of Pennsylvania und Direktor des Hand Transplantation Programms. Im Rahmen seines Vortrags hat er gesagt, dass man in seinen Augen nur Spezialist eines Faches werden kann, wenn man in diesem forscht. Sofern ich schon darüber urteilen kann, empfinde ich diese Aussage als sehr zutreffend, da jedes Paper mein Verständnis und Wissen nicht nur erweitert, sondern mich auch auf andere Themen aufmerksam macht.

 

Der Hauptteil meiner Arbeit in New York hat jedoch leider nicht darin bestanden so viele Papers wie möglich zu lesen, sondern eher in dem Erheben und der Organisation von Daten. Dies war zu 90% ein Computerjob und die restlichen 10% habe ich am Telefon verbracht. Doch jedes ausgefüllte Excel Kästchen hat mich ein Stück weiter zu meinem Ziel gebracht, mit einer kompletten Datensammlung nach Deutschland zurück zu kehren.

 

Zeitweise hatte ich jedoch leichte Bedenken hatte, dass dieses Ziel womöglich nicht erreicht werden würde. Vor allem das Kontaktieren von Patienten stellte in vielen Fällen eine Schwierigkeit dar. Sehr oft waren Kontaktdaten falsch aufgenommen oder Patienten mussten stark motiviert werden Teil der Studie zu werden. Jedoch hat sich der Endspurt der letzten Woche ausgezahlt. So kann ich zurück in Deutschland zu dem etwas aufregenderen Teil meiner Arbeit kommen und die Daten auswerten und endlich mein Fokus auf das Schreiben meiner Doktorarbeit legen.

 

Die Erfahrung New York hat mir jedoch nicht nur einen Haufen Daten eingebracht, sondern ich blicke auf eine Zeit zurück, die mich unfassbar für die Forschung begeistert hat, mir neue Ziele gesetzt hat und in der ich wieder ein paar wertvolle neue Freunde dazu gewonnen habe. Ich fühle mich definitiv „Back in the game“ meine medizinische Ausbildung auf diesem Weg fortzuführen.

 

Bis bald,

Eure Alina

Medizinstudierende an der Universität in Würzburg und jungmediziner.de Campus-Captain 

 

 


 


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