23.01.2018

Erfahrungsbericht: Blockpraktikum - Das Beste kommt zum Schluss!


Wie bei so vielem habe ich auch in Bezug auf mein Studium festgestellt, dass für mich unser letztes Semesters den Höhepunkt meiner Zeit hier darstellt. Ein Semester lang machen wir nur Blockpraktika.

 

Viele werden sich fragen, warum gerade das Semester mit der meisten Anwesenheitspflicht für mich das Beste ist? Die Antwort ist simpel: das Lernen macht im praktischen Klinikalltag nicht nur mehr Spaß, sondern man lernt auch viel.

 

Also was genau ist das Blockpraktikum? In Würzburg absolvieren Medizinstudenten des 10. Semesters in sechs Fachgebieten je zwei Wochen Praktikum. Dazu zählen die Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und zwei Wochen Wahlfach. Das Wahlfach kann man aufteilen, sodass man zwei Fachgebiete abdeckt. Das Praktikum ist strukturell eine Mittelding zwischen einer Famulatur und einem Praktikum, wie wir es in früheren Semestern hatten. Das heißt, man arbeitet zu einem gewissen Teil auf der jeweiligen Station mit, doch im Gegensatz zu einer Famulatur, wird dies durch Unterricht, Seminare und eine kleine Prüfung in jedem Fach begleitet. Zudem müssen wir in jedem Fach auch mindestens eine Epikrise schreiben.

 

Bei der Epikrise handelt es sich um den Abschlussbericht eines Behandlers, der den bisherigen Krankheitsverlauf und die damit zusammenhängenden medizinischen Maßnahmen zusammenfasst und interpretiert. Dies war für mich sehr lehrreich, da man sich intensiv mit einem Patienten und dessen Krankheitsbild befasst. Zudem sind auch die Seminare meistens fallbasierend, sodass man übt das in den vergangenen Semestern Gelernte im klinischen Alltag anzuwenden.

 

Am meisten Spaß gemacht hat mir mein Praktikum auf der Chirurgie. Ich war viel im OP und konnte dort bei verschiedenen Operationen assistieren. Das ist für mich jedes Mal wieder ein Erlebnis. Zudem arbeitet man in der Chirurgie meistens im Team, was für mich sehr motivierend ist. Die Erfahrungen in den Blockpraktika haben mir weitergeholfen herauszufinden in welchem Bereich der Medizin ich später tätig sein möchte. Langsam wird es Zeit sich darüber konkrete Gedanken zu machen, denn davon abhängig sollte ich auch mein praktisches Jahr planen.

 

Für mich hat sich nach meinen Famulaturen und vor allem auch diesem Semester die Chirurgie als mein Wunschbereich herauskristallisiert. Vor allem die Arbeit im Team, der aktive Alltag und die Faszination an den Operationen begeistern mich sehr. Am eindrucksvollsten waren für mich die plastisch Chirurgischen Ops. Plastische Chirurgie hat in der Klinik wenig mit dem zu tun, was wir uns als erstes unter dem Begriff Plastischer Chirurg vorstellen. Ein großer Teil sind die Handchirurgie und die Rekonstruktionschirurgie nach Tumorerkrankungen. Eine unfassbar feine Arbeit, die eine große Bedeutung für den Patienten hat. Ob es nun die Replantation eines Fingers nach einer Kreissägen Verletzung ist, oder die Wiederherstellung der Brust einer jungen Frau nach radikaler Mastektomie, für mich stellt dies eine sehr erfüllende Arbeit dar.

Bis bald, eure Alina

Medizinstudierende an der Universtität in Würzburg und jungmediziner.de Campus-Captain


 


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